Philipp Lahm ist das Thema des Wochenendes. Nach seinem Interview in der SZ rätseln der Bayern-Vorstand, Mitspieler, Fans und Medien gemeinsam über die Beweggründe für das Interview des sonst so zurückhaltenden Außenverteidigers.
Die Kommunikationsoffensive von Lahm könnte darin begründet liegen, dass das Management des Nationalspielers seit zwei Tagen eine offizielle Philipp-Lahm-Seite auf Facebook gestartet hat. Hat etwa Roman Grill, der Berater von Philipp Lahm, den Interview-Termin mit der SZ organisiert und wollte dabei auf die neue Facebook-Seite hinweisen? Falls nicht wäre es schon ein erstaunlicher Zufall.
Die Moral aus der Geschichte? Web 2.0 scheint so einfach zu sein. Ist es aber nicht. Man braucht für eine gelungene Kommunikationsstrategie einen ganzheitlichen Ansatz, der sich nicht in Einzelaktionen erschöpft. Für die Vereine zeigt sich, dass neben der klassischen Pressearbeit auch die Betreuung der jeweiligen Medienaktivitäten der Spieler (also nicht nur bei Interviews, sondern auch im Web 2.0!) immer wichtiger wird. Damit könnte man dann auch den persönlichen Beratern der Spieler den Wind aus den Segeln nehmen.
Was den FC Bayern angeht: Uli Hoeness hat ja gestern vermutet, dass Herr Grill gerne beim FC Bayern arbeiten würde. Ergo: Dass er dort nicht arbeitet. Herr Grill scheint dies anders wahrzunehmen. Auf der Webseite des Spielerberaters steht nämlich:
Tätigkeit in der Medienabteilung des FC Bayern
. Komisch, oder?