Verfasst von: Medienblogger | 31. Januar 2009

Google stuft gesamtes Internet als gefährlich ein

Heute nachmittag zufällig mal mit Google was gesucht? Und dich auch gewundert? „Diese Seite ist potentiell gefährlich“, hieß es da. Reihenweise. Und überall. Alle Seiten waren betroffen. In allen Browsern. Auf allen Betriebssystemen. Bei allen Google-Seiten. Weltweit.

Angst und Schrecken bei Seitenbetreibern und Usern. Mentale Panik greift um sich und rast um den Globus. Wurde der Conficker-Virus aktiviert? Nichts dergleichen: Der Google-Suchindex hatte sich verschluckt, wie das Unternehmen kurze Zeit später auf seinem Unternehmensblog erklärt:

If you did a Google search between 6:30 a.m. PST and 7:25 a.m. PST this morning, you likely saw that the message „This site may harm your computer“ accompanied each and every search result. This was clearly an error, and we are very sorry for the inconvenience caused to our users.

Man habe bei einem Update der schwarzen Liste, welche die Surfer vor gefährlichen Seiten warnen soll, versehentlich einen Haken vor dem Eintrag für das das Root-Verzeichnis („/“) aktiviert, so Marissa Mayer, Vice President Suche.

Eine kleine Ursache,  mit sehr großer Wirkung. So groß, dass nun erstmal Häme und Spott über das große G hereinbrechen dürfte. Wenn sich dieser gelegt hat, kann man dann auch mal darüber nachdenken, was der weltweiten Internet-Community heute aufgrund eines kleinen Fehlers eindrucksvoll wie wohl nie zuvor demonstriert wurde: Die Folgen von Monopolen in der Internet-Suche.

Wie konnte es sein, dass so ein Fehler nicht vor dem Upload der schwarzen Liste bemerkt wurde? Gibt es keine Tests, bevor der weltweite Index mal schnell geupdatet wird? Was geht im Inneren des großen G vor sich? Was für Listen gibt es noch, die Einfluss haben auf die Anzeige der Suchergebnisse? Und was passiert, wenn statt eines kleinen Fehlers mal ein großer Fehler passiert?

Google muss nun zeigen, wie es mit so einer Panne umgeht. Der Index geht inzwischen zwar wieder. Aber trotzdem dürfte nun der ein oder andere mit dem Finger auf das Unternehmen zeigen, dass sich zur Maxime gesetzt hat, nicht böse sein zu wollen.

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