Verfasst von: Medienblogger | 8. Februar 2009

Kinotipp: Sieben Leben

Gestern abend war Kino angesagt. „Sieben Leben“, mit Will Smith in der Hauptrolle. Der Film beginnt mit einem Rückblick: Der Protagonist mit verzweifeltem Gesicht, am Telefon die Notrufzentrale. Die Ankündigung, dass etwas zu Ende geht.

Soviel Verwirrung ist selten in einem Hollywood-Film, insbesondere weil man dieselbe Hauptfigur anschließend noch sehr häufig mit einem breiten, sympathischen Lächeln im Gesicht durch L.A. fahren sieht. Überhaupt: das Gesicht von „Ben“ ist das Symbol des Films. Immer wieder springt „Sieben Leben“ hin und her. Als Zuschauer ist man dennoch nicht in der Chronologie verloren, denn man kann sich am Gesicht von Ben orientieren. Soviel Erzählung in einem einzelnen Gesicht habe ich seit Nicole Kidmans Rolle in Kubricks letztem Film „Eyes Wide Shut“ nicht mehr gesehen. Innerhalb eines Schnitts wird dem Zuschauer das Wechselbad der Gefühle von himmelhochjauchzend zu zumtodebetrübt vorgeführt. Und das wörtlich, denn der Tod spielt eine große Rolle. Die nur noch überlagert wird vom Leben. Aber ich will ja nicht zu viel verraten.

Das Erstaunliche an dem Film ist, dass er sich eigentlich keine Zeit nimmt, uns den Protagonisten vorzustellen. Für uns wie für die Menschen im Film bleibt er eine große Unbekannte. Lediglich Emily – glaubwürdig gespielt von Rosario Dawson – kann Ben zwingen, ein bisschen aufzutauen.

Ich möchte an dieser Stelle nicht mehr verraten, damit jeder, der den Film noch sehen möchte, selbst miterleben kann, wie „Ben“ die Herzen der Menschen erobert. Im Film wie im Kinosaal. Und das ist durchaus wörtlich zu nehmen.

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