Verfasst von: Medienblogger | 26. Juni 2009

Vom Atom zum Bit

Ich sitze dieser Tage recht viel in der Bibliothek, um mein Uni-Examen vorzubereiten. Es dürfte kaum verwundern, dass ich dabei stets meinen wichtigsten Helfer bei mir habe: den Laptop. Nichts geht einfacher und schneller, als Erkenntnisse aus verschiedenen Handouts und dazugehöriger Literatur in ein Word-Dokument zu tippen und zusammenzufassen. Wenn ich zwei Tage später merke, dass eine Passage geändert oder ergänzt werden muss, kann ich das problemlos machen (na gut, manchmal muss ich neu ausdrucken…). Alles in allem bietet die Möglichkeit der digitalen Textverarbeitung, an die wir uns schon so gewöhnt haben, sinnvolle Synthese-Möglichkeiten für größere Lernkomplexe. Dazu entspricht sie der synaptischen Struktur unseres Gehirns.

Nun die Frage: Wie hat man vor wenigen Jahren, als es noch keine Laptops gab, gelernt? Natürlich konnte man auch handschriftliche Zusammenfassungen machen, aber es liegt auf der Hand, dass es dabei nicht so einfach ist, Streichungen und Ergänzungen oder Neustrukturierungen vorzunehmen. Trotzdem hat man früher auch Uni-Examen geschrieben und bestanden. Was anders war, ist logischerweise die Rezeption von Wissen. Ergo: Die technischen und technologischen Möglichkeiten ändern die Art und Weise, wie wir denken. Oder anders ausgedrückt: Das Industriezeitalter ist längst zu Ende, das Kommunikationszeitalter hat begonnen.

Advertisements

Responses

  1. Die Frage stelle ich mir auch rückblickend.

    Nun bin ich schon in einem Lebensabschnitt jenseits der Seminar-und Examensarbeiten.

    Ich erinnere mich an meine ersten, 1967, mit Füllfederhalter ordentlich zu Papier gebracht.

    Jetzt wieder schreibend genieße ich den Komfort des elektronschen Schreibens.

    Vielleicht hätten ich und viele mit mir alles Schriftliche außer dem leidigen Behörden-und Versicherungsschriftverkehr längst aufgegeben.

    Auch in anspruchsvollen Foren schimmert die Handschrift ehedem beruflich Hochqualifizierter durch, die sich auf diesem Wege intellektuellen Austausch verschaffen.

    Gruß
    Gunhild Simon
    http://www.blog.instiut1.de


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Kategorien

%d Bloggern gefällt das: